Mittwoch, 13. Juli 2016

"Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus."

Einen kleinen Feldweg geht es entlang, vorbei an Feldern mit Weizen, Mais und Sonnenblumen. Wenn man nicht weis, wo man hin will, verpasst man die kleine Einfahrt und die Abzweigung von der großen Landstraße. Viele fahren mit hoher Geschwindigkeit an diesem kleinen, verträumten Fleckchen Erde vorbei. Wir nicht, wir biegen auf den Weg ein. Die Straße ist schlecht, schon vor Monaten wurde sie aufgerissen um Telefonkabel zu verlegen und nur notdürftig wieder verschlossen.
Langsam fahren wir auf eine kleine Ansammlung von Bauerhöfen zu. Der Großteil dieser Häuser ist verlassen, doch sind sie immernoch bewachsen mit Weinstöcken und Kletterpflanzen. Die Schönheit dieses Platzes ist keine Schönheit, die man in Städten erleben kann, sie ist ursprünglich, fast wie aus einer anderen Zeit und irgendwie ist es das ja auch.
Die letzten paar Meter fahren wir den Hügel nach oben und ein kleines Bethaus erhebt sich hinter zwei alten Linden. Wir stellen unser Auto auf den Parkplatz ab und steigen aus. Hier oben weht immer ein kleines Lüftchen. Wir gehen die paar Meter zu Fuß.
Es ist wie ein kleiner Traum. Wenn man sich vor die Linden stellt, sieht man das wunderschöne Eisentor am Eingang. Links neben dem Bethaus ist ein kleiner Friedhof. Auf ihm liegen schon Mennoniten aus Mitte des 19.Jahrhunderts. Es ist beeindruckend, wie lang es dieses kleine Kapellchen überlebt hat und es ist so schön wie je zuvor.




Wenn man hinein geht, wird man fast ein wenig von Erfurcht erfüllt. Das kleine Gebäude bietet doch sehr viel Platz für Gläubige. Man schaut auf ein schlichtes Holzkreuz, das dem Eingang gegenüber steht und an der Wand steht "Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus."
Der Klang diese Bethauses ist beeindruckend und die Schönheit ist durch ihre Schlichtheit unübertroffen. Es ist ein kleines Stück Himmel und gefüllt mit einer langen und wunderschönen Geschichte.
Ich danke Gott für dieses Stückchen Erde und dafür, dass es einen bei jedem Besuch daran erinnert, das Gottes Gemeinde allen Widrigkeiten trotzt.


Epheser 2

Die Gemeinde als heiliger Tempel Gottes
19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
20 auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist,
21 in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn,
22 in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.

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