Dienstag, 28. Juni 2016

"und ob ich auch wanderte im finsteren Tal"

Manchmal gibt es Tage, die sind so dunkel, dass man glaubt, das Licht hat keinen Weg mehr hinein. Wie durch einen grauen Nebel bewegt man sich und sucht nach einem Pfad, der einen aus dieser Dunkelheit heraus führt. 
An solchen Tage hat man das Gefühl, Gott wäre ganz weit weg und würde einen nicht sehen, nicht hören, nicht mehr lieben. Man schreit zum Himmel, vergießt bittere Tränen und alle Hilfe scheint weit weit weg zu sein.
Man hadert mit sich, mit seinem Glauben, man hadert mit dem Schicksal, mit Gottes Wegen. 

Auch in der Bibel finden wir viele solche Situationen in denen die Menschen haderten mit Gott, mit ihm stritten, zu ihm schrien und das Gefühl hatten nicht mehr gehört zu werden. 
Denken wir doch an Hiob, an den Psalmisten David, der sogar zu Gott sagte "mach deine Augen auf". 




Das Beste an unserem Herrn ist aber, das er uns nie allein lässt, egal wie dunkel der Tag sein mag, egal wie tief wir in dem Loch sitzen, wenn wir die Augen öffnen und ihn anflehen von ganzem Herzen so wird er uns helfen. Vielleicht räumt er nicht die Probleme aus dem Weg, vielleicht handelt er nicht so, wie wir uns das wünschen, doch eines ist sicher. Er gibt uns die Kraft auch die dunkelsten Stunden zu überstehen und er gibt uns die Macht der Dunkelheit ins Angesicht zu lachen, denn wenn er für uns ist, wer kann gegen uns sein.
Gott steht hinter uns und fängt uns auf.
Nicht immer müssen wir seine Wege verstehen, nicht immer läuft es so, wie wir uns das gedacht haben, aber Alles was er uns zugedenkt wird am Ende zu unserem Guten dienen, denn er weis am Besten was gut für uns ist und was wir brauchen, solang wir auf seine Weisheit vertrauen wird in jeder Dunkelheit sein Lichtstrahl zu sehen sein und wir werden immer wieder auf unseren Füßen landen, wenn wir ihm vertrauen und treu zu ihm stehen.

Psalm 3

2 Ach Herr, wie zahlreich sind meine Feinde! Viele erheben sich gegen mich;
3 viele sagen von meiner Seele: »Sie hat keine Hilfe1 bei Gott.« (Sela.2)
4 Aber du, Herr, bist ein Schild um mich, bist meine Herrlichkeit3 und der mein Haupt emporhebt.
5 Ich rufe mit meiner Stimme zum Herrn, und er erhört mich von seinem heiligen Berg. (Sela.)
6 Ich legte mich nieder und schlief; ich bin wieder erwacht, denn der Herr hält mich.
7 Ich fürchte mich nicht vor den Zehntausenden des Volkes, die sich ringsum gegen mich gelagert haben.
8 Steh auf, o Herr! Hilf mir, mein Gott! Denn du schlägst alle meine Feinde auf den Kinnbacken, zerbrichst die Zähne der Gottlosen.4
9 Bei dem Herrn ist die Rettung5. Dein Segen sei über deinem Volk! (Sela.)

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