Zurück
schauen um voran zu kommen
Heut
ist der Tag um zurück zu blicken, zurück auf fünf Tage. Ihr werdet
euch vielleicht fragen wozu, denn es ist ja noch nicht viel passiert,
aber denkt zurück an die Anfänge eures Glaubenslebens.
Wenn
man am Anfang steht, dann erscheint einem alles so neu und aufregend.
Jede Veränderung wird wahr genommen und sei sie noch so klein.
Es
ist ein bisschen vergleichbar wie mit dem ersten Kind. Jedes
Quietschen des Babys wird analysiert und jede kleinste Regung wird
auf die Goldwaage gelegt. Man hat das Gefühl man muss jede Minute
dokumentieren und wenn man nicht sofort zu Stelle ist, dann passiert
etwas schreckliches.
Mit
der Zeit nimmt der Druck ab, auch die Veränderungen werden weniger.
Ein Fünfjähriger entwickelt sich nicht mehr so schnell wie ein
Säugling, der Prozess ist schleichender. Umso aufmerksamer müssen
wir sein um auch die kleinen Schritte zu bemerken, ansonsten werden
wir am Ende noch die große Veränderung verpassen. Wenn das Kind
zehn, fünfzehn, zwanzig ist, dann werden wir die Vorschulzeit nicht
mehr zurück bekommen.
So
ist es auch hier. Wenn wir nicht achtsam sind, dann werden wir die
Feinheiten nicht bemerken, werden nicht merken, wie wir langsam
wachsen, wie sich unsere Wahrnehmung und der Alltag verändert. Wäre
es nicht schade diese Reise zu machen und die Andenken und kleinen
Mitbringsel in Form vom zarten Wandel unseres Seins zu vergessen?

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