Wir sitzen draußen auf einer Bank, die Jungs am Brezi mampfen und die Mama mit einem Kaffee in der Hand. Das Wetter ist ganz angenehm und so sitzen wir da und genießen die Sonne. Gerade waren wir in der Mall, die mit Kunstlicht beleuchtet wird und von Gerüchen nur so überladen ist. Laute Musik tönt aus den Anlagen und alle wollen dich zum Kauf von sinnlosen Sachen animieren. Ich bin nicht gern dort. Es sind mir zu viele Menschen und die Küstlichkeit dieser angeblichen "Wohlfühlatmosphäre" nervt mich ungemein. Zum Glück haben wir unsere Erledigungen fertig und können jetzt wieder echtes Licht und den Wind spühren.
Die Jungs erzählen fröhlich, was sie alles gesehen haben und beißen vergnügt noch ein großes Stück von ihrer Brezi ab.
An uns hetzten die Menschen vorbei, dicke und dünne, alte und junge, alle darauf bedacht ihrem Weg zu folgen ohne nach links oder rechts zu sehen. Viele starren auf ihre Handys ohne auch nur einen einzigen Blick auf ihre Umwelt zu werfen.
Auch wir machen uns langsam auf unseren Weg zum Bus. Um an unsere Haltestelle zu kommen, müssen wir durch die Bahnhofsunterführung. Sie ist ganz neu gemacht und wie ein Himmel gestaltet mit weißen, fluffigen Wolken.
Beim Vorrübergehen fällt mir ein Mann auf, der mit seinem Hund am Eingang der Unterführung sitzt. Es ist ein Obdachloser. Einige Dosen Hundefutter stehen neben ihm und ein alter Hut für Geld steht vor ihm. Ich geb nicht gern Geld und wir sind ja auch schon an ihm vorbei, doch dann denke ich "hätte Jesus auch so gehandelt?"
Wir kehren um, wieder an dem Mann vorbei und ich treibe die Jungs an sich zu beeilen. Um die Ecke gibt es einen Bäcker, der ist das Ziel.
"Wir haben schon Brezi", sagt Paddy mir, als ich ihn frage, was er gern essen würde, doch dannzeigt er auf eine Schinkensemmel. Ich lasse sie einpacken und nehme noch eine Flasche Wasser.
"Habt ihr den Mann mit dem Hund gerade geshen?", frage ich die Beiden und sie nicken. "Für ihn ist die Semmel und das Wasser, denn es ist schwer für den Mann etwas zum Essen zu kaufen, er ist ein Bettler". Mit großen Auigen schauen sie mich an, dann nehmen sie den Einkauf, der eine die Tüte mit der Semmel, der andere die Flasche und laufen los.
Mit iihrem schönsten Grinsen geben sie es dem Mann, der gar nicht recht weis wiee ihm geschieht. Lächelnd wünsche ich ihm Gottes segen und er lächelkt freundlich zurück.
Auf dem ganzen Heimweg reden die Jungs von nichts anderem mehr, als davon, wie sie dem Mann eine Freude gemacht haben und das man armen Menschen etwas abgeben soll.
Das ist das schönste, was dieser Tag bringen konnte, schöner als jeder Einkauf in den taschen aus der Mall.
Wer im Segen sät, wird auch im Segen ernten
6 Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.
7 Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!
8 Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluß zu spenden, so daß ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk,
9 wie geschrieben steht: »Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit besteht in Ewigkeit«.
10 Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise, er möge euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen,
11 so daß ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die durch uns Gott gegenüber Dank bewirkt.
12 Denn die Besorgung dieses Dienstes füllt nicht nur den Mangel der Heiligen aus, sondern ist auch überreich durch die vielen Dankgebete zu Gott,
13 indem sie durch den Beweis dieses Dienstes zum Lob Gottes veranlaßt werden für den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium von Christus und für die Freigebigkeit der Unterstützung für sie und für alle;
14 und in ihrem Flehen für euch werden sie eine herzliche Zuneigung zu euch haben wegen der überschwenglichen Gnade Gottes euch gegenüber.
15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

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