Ich stehe vor dem Kleiderschrank. Eigentlich hätte ich schon vor 10 Minuten los gemusst, Geburtstagsfeier von Martin, aber ich weis einfach nicht, was ich anziehen soll. Um mich herum auf dem Boden liegen die verschiedensten Klamotten.
Der schwarze Jumper ist schön, sommerlich und unaufgeregt, doch was trage ich dazu? Das blaue Blumenoberteil, aber in der Kombi seh ich irgendwie fett aus, also ausziehen. Der weiße Spitzenponcho ist schön, aber ich habe keinen passenden Gürtel dazu. Das weiße Shirt mit der Blumenstickerei ..... nein! Langsam bin ich echt verzweifelt. Das Dirndl wäre eine Idee, aber die Bluse ist so weit ausgeschnitten, der Blumenjumper, aber da ist wieder die selbe Frage. Was zieh ich dazu an?
Ich bin kurz davor wie immer zum Plaindrass zu greifen, aber ich bin mir nicht sicher, was für Leute da sein werden und ich will sie nicht verschrecken.
Der lila Jeansrock sticht mir ins Auge, der passt immer. Schnell krame ich Tanktop und das weiß, blaue Rosenoberteil raus. Das passt gut zusammen, nur noch Schuhe. Ich schaue in der Schrank. Da stehen braune und schwarze, hohe und flache. Ich nehme die weißen Ballarinas, die sehen immer nach Sommer aus. Schnell noch ein Prayerveil auf den Kopf und los kann es gehen.
Ich weis warum ich es hasse mich "schick" zu machen. Es kostet mich unglaublich viele Nerven und Zeit. Da steht man vor dem Schrank und sucht und sucht.
Wie einfach ist doch sonst mein Tag. Ich greife in den Schrank, schaue auf welche Frabe ich heute Lust hab und zieh das Kleid an. Ich muss nicht über Kombinationen nachdenken, denn alle Schuhe passen dazu, die Kopfbedeckungen passen immer dazu und eine Strickjacke, wenn es kühl ist.
Ich frage mich, wie das Leute machen, die halbe Läden zu Hause haben. Ich schaff es ja schon nicht mich zu entscheiden und ich hab nur einen kleinen Schrank für meine Sachen.
Ich bin froh, wenn ich morgen wieder morgens aufstehe und darüber nachdenke, welche Farbe wohl die Richtige ist. Oh wie froh bin ich, das es doch so unkompliziert sein kann.
9 Ebenso [will ich] auch, daß sich die Frauen in ehrbarem Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung,
10 sondern durch gute Werke, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen.

Tja, manche haben echt ein Talent sich das Leben schwer zu machen und das betrifft nicht nur den Bereich der Kleidung.
AntwortenLöschenLiebe Grüße und Gottes Segen!
Br. Harry
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